Hochfest 1. November

Woher kommt dieser Tag?

Ursprung

Ein Fest für alle, die im Licht leben

Allerheiligen am 1. November geht auf Papst Gregor IV. zurück, der 835 diesen Tag für die gesamte Westkirche festlegte. Ursprünglich wurden nur die Märtyrer geehrt, doch bald schloss das Fest alle Heiligen ein – auch die unbekannten, deren Namen niemand kennt. Es ist ein Fest der Hoffnung: Die Gemeinschaft der Heiligen umfasst alle, die in Gottes Licht leben.

Bedeutung

Auch Du bist zur Heiligkeit berufen

Heilige sind keine perfekten Menschen – es sind Menschen, die trotz ihrer Schwächen Gottes Liebe in die Welt getragen haben. Allerheiligen erinnert Dich daran, dass auch Du zur Heiligkeit berufen bist – in Deinem ganz normalen Alltag.

Heute

Allerheiligen heute

An Allerheiligen gedenkst Du der Heiligen, die Dir als Vorbilder im Glauben dienen. Es ist ein Tag der Hoffnung und der Gemeinschaft, der Dich daran erinnert, dass auch Du zur Heiligkeit berufen bist. Du spürst die Verbindung zu denen, die vor Dir treu zu Gott gelebt haben und bist eingeladen, in ihrer Nachfolge zu stehen. Dieser Tag kann Dein Herz mit Freude und Zuversicht erfüllen, denn er zeigt Dir, dass Du nie alleine bist auf Deinem Weg des Glaubens.

Theologischer Kern

Allerheiligen feiert die ‚Communio Sanctorum' – die Gemeinschaft aller Heiligen, der bekannten und unbekannten. Theologisch gründet das Fest auf der Überzeugung, dass Heiligkeit kein Privileg weniger ist, sondern die Berufung aller Getauften (1 Petr 2,9). Die Seligpreisungen der Bergpredigt (Mt 5,1-12) bilden das Evangelium des Tages und zeichnen das Profil christlicher Heiligkeit: arm im Geist, barmherzig, friedensstiftend.

„Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen."

– Offenbarung 7,2-4.9-14

So erlebst Du den Tag

Vormittag

Festgottesdienst

Die Seligpreisungen werden gelesen. Der Gottesdienst feiert die große Gemeinschaft aller Heiligen.

Nachmittag

Friedhofsbesuch

Gräber werden mit Blumen und Lichtern geschmückt. Familien gedenken gemeinsam ihrer Verstorbenen.

Abend

Stilles Gedenken

Im Kerzenschein an die Menschen denken, die als Vorbilder im Glauben vorangegangen sind.

Traditionen & Bräuche

  • Gräberbesuch
  • Allerheiligenzopf
  • Grablichter entzünden
  • Heiligengeschichten

Symbole

Die unzähligen Grablichter auf dem Friedhof bilden ein Meer aus Licht – ein sichtbares Zeichen der unsichtbaren Gemeinschaft zwischen den Lebenden und den Vollendeten.

Heiligenschein

Guter Gott, an diesem Tag der Heiligen bitte ich um Kraft und Mut, den Weg der Heiligkeit zu gehen. Lass ihre Vorbilder mich inspirieren und hilf mir, in meinem Leben Deine Liebe widerzuspiegeln. Amen.

Worte des Himmels
Liturgische Farbe: Weiß Freude, Reinheit, Herrlichkeit

Weiß ist die Farbe des Lichts und der Auferstehung. Sie steht für die Herrlichkeit Gottes und wird an den großen Christusfesten getragen – an Weihnachten, Ostern und bei Taufen.