Fest 2. Februar

Woher kommt dieser Tag?

Ursprung

Das Fest des Lichts

Mariä Lichtmess wird 40 Tage nach Weihnachten gefeiert und erinnert an die Darstellung Jesu im Tempel. Der greise Simeon erkannte in dem Kind das Licht, das die Heiden erleuchtet. Seit dem 5. Jahrhundert werden an diesem Tag Kerzen geweiht, die das ganze Jahr über in den Häusern brennen sollen – daher der Name Lichtmess.

Bedeutung

Das Licht erkennen und weitertragen

Simeon wartete sein ganzes Leben auf diesen Moment – und erkannte das Licht Gottes in einem kleinen Kind. Auch Du bist eingeladen, Gottes Licht in den unscheinbaren Momenten Deines Alltags zu entdecken und es an andere weiterzugeben.

Heute

Mariä Lichtmess heute

An Mariä Lichtmess erinnern wir uns daran, wie Maria und Josef Jesus im Tempel darstellten. Du kannst dir vorstellen, wie Simeon voller Freude und Hoffnung das Kind in seinen Armen hält und es als Licht erkennt, das die Dunkelheit erhellt. Diese Begegnung lädt dich ein, in deinem eigenen Leben nach Momenten zu suchen, in denen Gottes Licht dir Orientierung schenkt. Es ist ein Tag, der dich einlädt, das göttliche Licht in dir und anderen zu feiern.

Theologischer Kern

Das Fest der Darstellung des Herrn (Hypapante) verbindet zwei alttestamentliche Vorschriften: die Reinigung der Mutter (Lev 12) und die Auslösung des Erstgeborenen (Ex 13). Simeons Lobgesang (Nunc dimittis) deutet Jesus als ‚Licht zur Erleuchtung der Heiden' – daher der Volksname ‚Lichtmess'. Theologisch markiert dieser Tag den Übergang vom Weihnachtsfestkreis zur gewöhnlichen Zeit und die erste Begegnung des Messias mit seinem Tempel.

„Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz des Mose um waren, brachten sie ihn nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen. Und Simeon sprach: Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen."

– Lukas 2,22-40

So erlebst Du den Tag

Vormittag

Kerzenweihe und Gottesdienst

Die Kerzen für das Jahr werden gesegnet. Im Gottesdienst wird die Geschichte von Simeon und Hanna gelesen.

Nachmittag

Lichterprozession

Mit den geweihten Kerzen zieht die Gemeinde in einer Prozession durch die Kirche oder den Ort.

Abend

Ende der Weihnachtszeit

Die letzten Krippen werden abgebaut. Die geweihte Kerze brennt zum ersten Mal im Familienkreis.

Traditionen & Bräuche

  • Kerzenweihe
  • Lichterprozession
  • Krippe abbauen
  • Wohnungssegnung

Symbole

Die geweihte Kerze ist mehr als Wachs und Docht – sie trägt das Versprechen, dass Gottes Licht auch in den dunkelsten Stunden nicht erlischt.

Geweihte Kerze

Herr, möge dein Licht mich heute und jeden Tag erleuchten und leiten. Hilf mir, dein Licht in die Welt zu tragen und anderen Hoffnung und Freude zu schenken. Danke für deine ständige Gegenwart in meinem Leben.

Worte des Himmels
Liturgische Farbe: Weiß Freude, Reinheit, Herrlichkeit

Weiß ist die Farbe des Lichts und der Auferstehung. Sie steht für die Herrlichkeit Gottes und wird an den großen Christusfesten getragen – an Weihnachten, Ostern und bei Taufen.