Hochfest 26. Dezember

Woher kommt dieser Tag?

Ursprung

Vom Jubel zum Martyrium

Der 26. Dezember ist dem heiligen Stephanus gewidmet, dem ersten christlichen Märtyrer. Die Kirche stellt sein Gedenken bewusst direkt nach Weihnachten: Die Geburt Christi und das Zeugnis des Stephanus gehören zusammen – wer an Christus glaubt, ist bereit, dafür einzustehen. Stephanus' letztes Gebet ‚Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an' spiegelt die Vergebung Christi am Kreuz.

Bedeutung

Glaube, der auch im Sturm besteht

Stephanus zeigt Dir, dass Glaube nicht nur in guten Zeiten gilt. Sein Mut und seine Vergebung – selbst gegenüber seinen Peinigern – sind ein Vorbild für alle, die in schwierigen Situationen an der Liebe festhalten wollen.

Heute

Zweiter Weihnachtstag heute

Am zweiten Weihnachtstag gedenken wir Stephanus, der für seinen unerschütterlichen Glauben an Jesus sein Leben ließ. Seine Hingabe und sein Gebet für seine Peiniger zeigen uns die tiefe Kraft der Vergebung. Du wirst eingeladen, in Deinem eigenen Leben Mut und Liebe zu leben, auch wenn es schwerfällt. Dieser Tag verbindet die Freude der Geburt Christi mit dem Opfer des Glaubens.

Theologischer Kern

Der zweite Weihnachtstag ist zugleich das Fest des heiligen Stephanus, des ersten Märtyrers. Die Kirche stellt bewusst das Martyrium neben die Krippe: Die Menschwerdung Gottes führt zum Kreuz, und die Nachfolge Christi kann das Martyrium einschließen. Stephanus' Vision des geöffneten Himmels (Apg 7,56) und sein Gebet für die Verfolger verbinden Weihnachten mit Karfreitag und Ostern zu einer untrennbaren Einheit des Heilsmysteriums.

„Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Er aber, voll Heiligen Geistes, sah auf gen Himmel und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!"

– Apostelgeschichte 6,8-10; 7,54-60

So erlebst Du den Tag

Vormittag

Stephanustag-Gottesdienst

Die Geschichte des Stephanus wird gelesen. Predigten über Mut und Vergebung im Glauben.

Nachmittag

Familienbesuche

Traditionell besucht man am zweiten Weihnachtstag Verwandte und Freunde.

Abend

Weihnachtskonzert

Musikalische Feiern der Weihnachtszeit – Chorkonzerte und besinnliche Musik.

Traditionen & Bräuche

  • Stephanusritt
  • Verwandtenbesuche
  • Weihnachtskonzerte
  • Spendenaktionen

Symbole

Der offene Himmel, den Stephanus sah, ist die Verheißung für alle, die im Glauben standhalten: Am Ende wartet nicht die Dunkelheit, sondern Gottes Licht.

Steine

Herr, gib mir den Mut, wie Stephanus zu leben, in Liebe und Glaube. Hilf mir, selbst in schwierigen Zeiten zu vergeben und Dein Licht in die Welt zu tragen. Amen.

Worte des Himmels
Liturgische Farbe: Rot Heiliger Geist, Märtyrer, Liebe

Rot symbolisiert das Feuer des Heiligen Geistes und das Blut der Märtyrer. Es ist die Farbe von Pfingsten, des Palmsonntags und der Gedenktage der Heiligen.