Ihr habt sicher schon gehört: Wenn dir jemand ein Auge verletzt, solltest du ihm auch ein Auge nehmen; wenn er dir einen Zahn schlägt, musst du ihm ebenfalls einen Zahn schlagen.
Vergeltung führt nur zu mehr Schmerz – wähle Mitgefühl statt Rache.
Auslegung
In Matthäus 5,38 wird eine alte Denkweise angesprochen, die uns dazu verleitet, auf Verletzungen mit Vergeltung zu reagieren. Aber was wäre, wenn du dir vorstellst, wie oft du selbst einmal verletzt wurdest? In deinem Alltag kannst du bestimmt Situationen finden, in denen du das Bedürfnis verspürst, zurückzuschlagen – sei es durch Worte oder Taten. Doch diese Botschaft fordert dich heraus, anders zu handeln. Du musst nicht in einen Teufelskreis der Rache einsteigen. Stattdessen kannst du den Mut finden, zu vergeben und freundlich zu bleiben, selbst wenn dir Unrecht getan wird. Vielleicht bist du in einer hitzigen Diskussion mit einem Freund oder einer Kollegin, und der Versuch, dich zu revanchieren, scheint verlockend. In solchen Momenten kannst du innehalten und entscheiden, dass Liebe und Verständnis die stärkeren Waffen sind. Diese Art der Reaktion hat die Kraft, nicht nur dein Herz zu heilen, sondern auch das deines Gegenübers. Es ist eine Herausforderung, ja, aber auch eine Möglichkeit, Frieden in deinen Beziehungen zu schaffen.
Impuls
Wenn dir jemand Unrecht tut, versuche, nicht sofort zu reagieren. Stattdessen atme tief durch und überlege, wie du mit Mitgefühl antworten kannst.
Fragen zum Nachdenken
Lass dich von diesen Fragen inspirieren, die Bedeutung dieses Verses für dein Leben zu entdecken:
Wie gehe ich mit Verletzungen in meinen Beziehungen um?
Wann habe ich das Gefühl, das Unrecht erlitten wurde, und wie habe ich reagiert?
Wie kann ich in Konfliktsituationen mit Liebe und Verständnis reagieren?